Tagebuch China
Am 12. November 2008 reiste unsere Mitarbeiterin Petra Blunschi zum ersten Mal nach Shanghai, China. Es war ihr erster Aufenhalt in dieser boomenden China Metropole. Viel Spass beim Durchlesen!
Tagebuch China
Donnerstag, 2008 - 11 - 27: Shanghai im Rückblick
Seit wenigen Tagen bin ich zurück aus Shanghai.
Laufend reflektiert sich das Erlebte in mir. Ich erinnere mich an meine Vorstellungen, die ich von der Stadt, den Menschen, der Mentalität und der Umgebung vor dem Besuch hatte.
Und ich nehme wahr, wie ich es jetzt empfinde.
Die Menschen sind so anders als wir, und uns doch so ähnlich - oder wir ihnen.
Eine Distanz zwischen uns, die fast unendlich viele Kilometer lang ist, die Bedürfnisse sind aber irgendwie trotzdem dieselben.
13 Flugstunden machten es mir möglich, in die Welt von Shanghai einzutauchen und die Sinne intensiv wahrnehmen zu lassen. Es waren eindrückliche Tage mit vielen spannenden, für mich neuartigen Ereignissen.
Grandios!
Donnerstag, 2008 - 11 - 20
Heute moechte ich ueber das Essen berichten. Wir hatten wahrend dieser Woche die Gelegenheit, in den unterschiedlichsten Orten zu speisen, waren auch in ein chinesisches Zuhause zum Essen eingeladen.
Das Essen ist ein sehr wichtiger Bestandteil des Tagesablaufs.
Nur schon das Aufgeben der Bestellung ist eine Prozedur. Es dauert ziemlich lange, bis die Bestellung der Speisen definiert ist. Aber wenn sie dann serviert werden, weiss man warum:
Das Essen ist so vielfaltig, so farbig, scharf oder nicht scharf, die Varianten der Zubereitungsarten sind unzaehlbar. Es ist eine wahre Gaumenfreude, die man nicht zu schnell verschlingen sollte.
Aber da ich im Umgang mit den Stabchen noch immer nicht die Schnellste bin, besteht diese Gefahr bei mir zum Gluck nicht.
Mittwoch, 2008 - 11 - 19
Um etwas modern zu empfinden, braucht es im Gegensatz dazu Altes, Traditionelles. Und umgekehrt braucht es Altes, Bestandiges, um etwas neuwertig einzuschatzen. Beides findet man in Shanghai.
Verlasst man die internationalen Hotels und Restaurants und die glanzende, funkelnde Nanjing Road, findet man gleich nebenan in der weniger erleuchteten Gasse das urtumliche Shanghai mit den ursprunglichen Menschen, die die alte Form und Art der Stadt erlebt haben und so gut wie moglich noch leben.
Ich denke, die ursprungliche Seite Shanghais ist eine Frage der Zeit, sie wird vom Erdboden verschwinden. Ich bin froh, darf ich beide Seiten Shanghais in seinen extremen Formen erleben.
Dienstag, 2008 - 11 - 18
Die Dimension dieser Stadt wird mir heute bewusst. Nach einer ewig langen Fahrt befinden wir uns noch immer inmitten von Hochhausern. Oder inmitten von Baustellen fur weitere Hochhauser. Alte, kleine Hauser werden abgerissen, und neue, extrem hohe Hauser entstehen. Und trotzdem fallt ein einzelnes Hochhaus nicht gross auf, denn es ist wiederum umringt von anderen hohen Hochhausern. Mein ganzer Wohnort in der Schweiz hatte wahrscheinlich ohne Probleme in einem solchen Hochhaus Platz.
Sonntag, 2008 - 11 - 16
Ich erklaere heute die Taxifahrer Shanghais im Kollektiv zu den mutigsten Taxifahrern weltweit. Ohne repraesentativ vergleichen zu koennen, aber das ist auch nicht noetig.
Die Taxifahrer Shanghais rasen - im gleichen Tempo wie die Stadt selbst - in die Zukunft.
Was es in dieser Weltmetropole aber noch immer braucht fuer eine zielsichere Taxifahrt:
Einen chinesisch- und englischsprechenden Mitfahrer. Oder chinesische Zeichen, die den Zielort genau definieren.
Samstag, 2008 - 11 - 15
Den Blick auf die belebte Nanjing Road gerichtet, bekommen die chinesischen Menschen fuer mich umso individuellere Gesichter, je laenger ich da sitze.
Chinesische Gesichter sind keineswegs alle gleich. Augen, Nase, Augenbrauen, Hautfarbe, Gesichtsausdruck, Falten, Kopfform in Tausenden von Varianten.
Shanghai - es ist die Stadt, die mich gelehrt hat, chinesische Gesichter von chinesischen Gesichtern zu unterscheiden.
Vorbereitungen
Für die Einreise nach China sind folgende Dokumente notwendig: